Kontext und Wirkung zweier islamischer Rechtsentscheidungen im Nahen und Mittleren Osten: Scharia, Hirntod und Organtransplantation

Anfang der 1980er Jahre hatten der Ausbau des Gesundheitswesens sowie deutlich verbesserte Möglichkeiten der Organverpflanzung zu einer sprungartigen Ausweitung der Transplantationsmedizin im Nahen und Mittleren Osten geführt. Die Rechtsakademien der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und...

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Autore principale: Grundmann, Johannes (Autore)
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Lingua:Tedesco
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Pubblicazione: 2004
In: Orient
Anno: 2004, Volume: 45, Fascicolo: 1, Pagine: 27-46
Altre parole chiave:B Morte
B Islamische Staaten
B Shari'a
B Mittlerer Osten
B Bioetica
B Naher Osten
B Nordafrika
Descrizione
Riepilogo:Anfang der 1980er Jahre hatten der Ausbau des Gesundheitswesens sowie deutlich verbesserte Möglichkeiten der Organverpflanzung zu einer sprungartigen Ausweitung der Transplantationsmedizin im Nahen und Mittleren Osten geführt. Die Rechtsakademien der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und der Islamischen Weltliga (MWL) reagierten 1986 und 1987 auf diese Entwicklung mit jeweils einer Entscheidung (qarar) zur Problematik der Anerkennung des Hirntodkriteriums, die ein vollständiges Überdenken der muslimischen Todesbilder notwendig machte. Der Beitrag untersucht die Entscheidungen unter folgenden Aspekten: inhaltliche Grundlagen der während der Entscheidungsprozesse geführten Diskussionen zwischen Rechtsgelehrten und Medizinern sowie deren Positionen zu Menschenbild und Tod im Zusammenhang von Hirntodkriterium und postmortaler Organtransplantation; Aufnahme und Wahrnehmung der Entscheidungen im jeweiligen institutionellen Kontext von OIC und MWL sowie seitens der muslimischen Öffentlichkeit; Einfluss der beiden Entscheidungen - die nicht als Beschlüsse rechtlich verbindenden Charakters verstanden werden dürfen - auf die weitere Entwicklung der Transplantationsmedizin. (DÜI-Hns)
Descrizione fisica:zahlr. Lit.Hinw.
ISSN:0030-5227
Comprende:In: Orient