Vereinbarkeit denkmalschutzrechtlicher Regelungen mit der Eigentumsgarantie, Beschluss vom 02.03.1999 - 1BvL 7/91

1. Denkmalschutzrechtliche Regelungen, die Inhalt und Schranken des Eigentums bestimmen, sind mit Art 14 Abs. 1 GG unvereinbar, wenn sie unverhältnismäßige Belastungen des Eigentümers nicht ausschließen und keinerlei Vorkehrungen zur Vermeidung derartiger Eigentumsbeschränkungen enthalten. 2. Ausgle...

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Ente Autore: Deutschland Bundesverwaltungsgericht (Autore)
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Pubblicazione: 1999
In: Neue juristische Wochenschrift
Anno: 1999, Volume: 52, Pagine: 2877-2880
Notazioni IxTheo:SB Diritto canonico
Altre parole chiave:B Tutela dei beni culturali
B Giurisprudenza <motivo>
Descrizione
Riepilogo:1. Denkmalschutzrechtliche Regelungen, die Inhalt und Schranken des Eigentums bestimmen, sind mit Art 14 Abs. 1 GG unvereinbar, wenn sie unverhältnismäßige Belastungen des Eigentümers nicht ausschließen und keinerlei Vorkehrungen zur Vermeidung derartiger Eigentumsbeschränkungen enthalten. 2. Ausgleichsregelungen, die den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit in besonderen Härtefällen wahren sollen, sind unzulänglich, wenn sie sich darauf beschränken, dem Betroffenen einen Entschädigungsanspruch in Geld zuzubilligen. Die Bestandsgarantie des Art. 14 Abs.1 Satz 1 GG verlangt, dass in erster Linie Vorkehrungen getroffen werden, die eine unverhältnismäßige Belastung des Eigentümers real vermeiden und die Privatnützigkeit des Eigentums so weit wie möglich erhalten. 3. Wie der Gesetzgeber auf normativer Ebene mit der Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums auch Voraussetzungen, Art und Umfang des Ausgleichs sonst unverhältnismäßiger Belastungen zu regeln hat, muss die Verwaltung bei der Aktualisierung der Eigentumsbeschränkung zugleich über den gegebenenfalls erforderlichen Ausgleich zumindest dem Grunde nach entscheiden. Die Voraussetzungen dafür muss der Gesetzgeber schaffen. 4. § 13 Abs. 1 Satz 2 RhPfDenkmSchPflG ist mit der Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG unvereinbar
ISSN:0341-1915
Comprende:Enthalten in: Neue juristische Wochenschrift